Fiat 850 Spider endlich einer, der läuft.

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Fiat 850 Spider Serie 1 – das ebay-Bild

Die Serie I habe ich wie so vieles meinem Freund Stephan zu verdanken, der mir Anfang November 2000 eine Mail schickte, dass bei eBay ein Spider zu verkaufen sei – und auch noch in Tettnang, etwa 15 km entfernt. Den musste ich mir natürlich anschauen und schnell war er gekauft. Hier die ersten Bilder.
Im November 2000 hat mich der Oldtimervirus wieder voll in seine Hand bekommen. Der „Ansteckungsherd“ ist nebenstehendes „Schätzle“: Ein 850 Spider erste Serie, Baujahr 1967 und in einem hervorragenden Zustand. Ich habe inzwischen die Sitze neu bezogen und Motor und Getriebe neu abgedichtet bzw. optisch hergerichtet. Auch sonst gab’s einige Kleinigkeiten zu richten, aber jetzt ist er so gut wie fertig – soweit man das von einem Auto Baujahr 1967 behaupten kann.

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So stand er bei eBay drin.
KAUF MICH – schaut er nicht genau so?

Alt und neu - die selbe Idee, 20 Jahre später

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Opa gegen Enkel – Vergleichstest FIAT barchetta und FIAT 850 Spider

Ein Auto Baujahr 1967 mit einem heutigen Fahrzeug vergleichen – geht das überhaupt? Natürlich nur mit Abstrichen, da in den letzten dreißig Jahren schon gewaltige Fortschritte im Automobilbau gemacht wurden. Letztendlich zählt jedoch die Alltagstauglichkeit, Zweckmäßigkeit und der Spaßfaktor der Fahrzeuge, und die ist in weiten Teilen unabhängig vom Fortschritt. Als Fahrer einer FIAT barchetta und eines 850 Spider Serie I will ich einen subjektiven Vergleich ziehen.

Nachdem ich von 1987 bis 1989 einen Serie II-Spider gefahren hatte, war der von meinem Vater geerbte FIAT-Virus – ich wuchs praktisch in mehreren 1200/1500er-Limousinen auf – endgültig ausgebrochen. Bis 1997 folgte eine FIAT- beziehungsweise Auto-lose Zeit –  beziehungsweise mit dem meiner Freundin und meines Arbeitgebers. Als ich mich als freier Journalist selbständig machte, benötigte ich ein eigenes Auto und es war schnell klar, das die Wahl auf die barchetta fällen würde. Meine Kriterien waren sehr einfach: Billig sollte das Auto sein, aus deutscher oder italienischer Produktion und es sollte 200 km/h erreichen. Die 200 km/h sind bei meiner geschäftlich bedingten Fahrweise – sehr lange Strecken, meist an einem Tag zu einem Interviewpartner und zurück in das zugegebenermaßen nicht sehr verkehrsgünstig gelegene Friedrichshafen – eine vernünftige Geschwindigkeit, da ich es dann mit 180, 190 auf der linken Spur laufen lassen kann, ohne den Motor ständig „am Anschlag“ zu fahren. Ein Besuch bei einem Händler des vernünftigsten Autos, das ich kenne – VW Golf – brachte mir die endgültige Bestätigung für den FIAT: Der 200km/h-fähige Golf hätte über 42.000 Mark gekostet, die barchetta um die 38.500. Inzwischen habe ich nach einem unverschuldeten Totalschaden die zweite barchetta und habe insgesamt etwa 120.000 km auf dem Typ „heruntergeschrubbt“. Seit November 2000 steht neben der Restaurationsruine meines Serie II-Spiders eine fahrfertige Serie I, so dass ich ganz frische Vergleichseindrücke habe.

Von den Karosseriemaßen her ist die barchetta der legitime Nachfolger des 850 Spider – kein Wunder, das Konzept des Wagens ist das gleiche: Man nehme eine Großserien-Bodengruppe – Im Fall der barchetta der Punto – und gebe diese an einen Karosseriebetrieb weiter – statt Bertone heute Maggiora. Dieser baut eine schnuckelige Karosserie drauf und ein etwas kräftigerer Motor sorgt für ansprechende Fahrleistungen. Die barchetta ist in Länge und Breite fast genau 13 cm größer, die Höhe des Daches ist nahezu gleich. Der Kofferraum der barchetta fällt durch den Frontmotor zum einen größer aus, zum anderen passt durch die gute Form erstaunlich viel rein. Optisch wirkt die barchetta bulliger, der 850er durch die langen Überhänge und die niedrigere Gürtellinie interessanterweise etwas länger und flacher.

Die Dachkonstruktion ist prinzipiell die selbe mit Klappe über dem geöffneten Dach und einen Stauraum hinter den Sitzen; dieser fällt jedoch wegen einer hochstehenden Strebe bei der barchetta wesentlich geringer aus. Sehr negativ: Bei aufgesetztem Hardtop bleibt das barchetta-Dach im Auto, was den Stauraum verkleinert und der geknickten Scheibe sicher nicht gut tut. Das Dach selbst ist bei beiden Typen eher ein Notdach, wobei die barchetta selbst in der Waschstraße bis auf ein, zwei Tropfen dicht ist – ein echter Fortschritt gegenüber dem 850er. Dafür punktet der 850er bei den Seitenscheiben: Durch die Trapezform der barchetta-Scheibe öffnet sich beim Herabfahren der Scheibe ein gleichmäßiger Spalt oben, vorn und hinten – Ein nicht so schlimmer Luftstrahl von vorn und ein ziemlich bösartiger von hinten sind die Folge. Da ich eigentlich gerne mit etwas geöffneter Scheibe fahre, habe ich heute regelmäßig einen „Zug“ an der linken Schulter, ähnlich einer recht unangenehmen Verspannung. Da die 850er-Scheibe vorn mit dem Dreiecksfenster abgeschlossen ist und hinten nahezu parallel nach unten läuft, ist dies beim älteren Modell kein Thema.

Steigt man von der barchetta in den 850er um, fällt als ersten die in Fahrtrichtung schräge Sitzhaltung auf, danach das großzügige Raumgefühl – und das bei meiner Größe von 1,90 Meter. In der barchetta „stecken“ Fahrer und Beifahrer sozusagen in zwei Aussparungen des Armaturenbretts, währen in der Serie I nur der Heizungskasten weit vorne unten den Fußraum optisch verkleinert; da die Füße des Fahrers sich buchstäblich auf der Vorderachse befinden, ragt der Radkasten in den Fußraum, was bewirkt, dass die Pedale nach rechts verschoben sind und man immer etwas schräg im Auto sitzt. Durch die schmalere A-Säule und das weiter nach hinten gezogene Seitenfenster ist der Eindruck im 850er optisch heller und lichter – dafür habe ich im Windschutzscheibenrahmen der barchetta einen Überrollbügel bei mir, was ja auch nicht zu verachten ist.

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Fiat 850 Spider – Endlich einer, der läuft.

Das ebay-Bild

So stand er bei eBay drin.

Die Serie I habe ich wie so vieles meinem Freund Stephan zu verdanken, der mir Anfang November 2000 eine Mail schickte, dass bei eBay ein Spider zu verkaufen sei – und auch noch in Tettnang, etwa 15 km entfernt. Den musste ich mir natürlich anschauen und schnell war er gekauft. Hier die ersten Bilder.
Im November 2000 hat mich der Oldtimervirus wieder voll in seine Hand bekommen. Der „Ansteckungsherd“ ist nebenstehendes „Schätzle“: Ein 850 Spider erste Serie, Baujahr 1967 und in einem hervorragenden Zustand. Ich habe inzwischen die Sitze neu bezogen und Motor und Getriebe neu abgedichtet bzw. optisch hergerichtet. Auch sonst gab’s einige Kleinigkeiten zu richten, aber jetzt ist er so gut wie fertig – soweit man das von einem 33 Jahre alten Auto behaupten kann.

KAUF MICH - schaut er nicht genau so?

KAUF MICH - schaut er nicht genau so?

Macht auch neben der barchetta eine gute Figur, oder?

Auf dem Foto sieht man auch, dass die Farben des Spiders und der barchetta praktisch exakt gleich sind. Wie der Fachmann an der Innenausstattung sieht, war er ursprünglich weiß.

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